Veranstaltungen und Aktivitäten:

Der Heimatverein führt ein umfangreiches jährliches Veranstaltungsprogramm durch,
dazu gehören unter anderem :
Lichtbildervorträge und historische Vorträge zur Heimatgeschichte,
Durchführung von Bürgerfesten (1. Mai ) , Radwanderfahrten und Wanderungen,
Ortsführungen, insbesondere für Schulen, Brauchtumsveranstaltungen weltlicher und religiöser Art,
Besichtigungsfahrten, Herausgabe von Rundbriefen, Museumsführungen.

Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang!

Aber: Abschied nehmen ist schwer …

Am Sonntagabend hielt Pater Andreas Petith den vorerst letzten Gottesdienst in der ehemaligen Klosterkirche am St. Bernhard-Gymnasium.
Der Hünfelder Oblaten Orden ruft Pater Andreas in einen Wallfahrtsort ab nach Maria Taferl in Österreich.
Das Forum war bis auf den letzten Platz gefüllt.
„Das ist ja wie Weihnachten“, so der Pater, der sichtlich erfreut über die vielen Besucher,
aber Bescheidenheit um seine Person an den Tag legte: „Ihr seid wegen der Eucharistiefeier hier.“

Nach dem Gottesdienst, den natürlich ebenso viele Lehrer wie Schüler/Innen und Gläubige aus der Stadt besuchten,
wollte die Schulleiterin OSt Frau Margret Peters den Seelsorger aber nicht ohne Dankworte gehen lassen.
Ein wärmendes Andenken wurde in Form einer Jacke für die in manchen Monaten doch kühlere Gegend zwischen Linz und Wien überreicht.
Auch Bürgermeister Josef Heyes war voll des Lobes für den Pater, der sich nicht nur im schulischen Bereich in und um St. Bernhard,
sondern auch in der Stadt Willich sowie im Nikolauskloster einen unvergesslichen Namen gemacht hat. 
Neben dem Lehrerkollegium und Vertretern der Schüler-SV wurden auch Gruß- und Dankesworte von verschiedenen Vereinen überbracht.

So haben wir, die Heimat- und Geschichtsfreunde Schiefbahn – Stadt Willich –,
Pater Andreas zum Ehrenmitglied ernannt und ihm den Ehrenpreis
in Form des Gänsejungen in Glas (von der Willicher Künstlerin Jutta Otto-Gesterling gestaltet) verliehen.
Ohne den Pater wäre der Verein nämlich in den 90er Jahren heimatlos geworden.
Er ermöglichte zunächst die Unterbringung der gesammelten Exponate im Keller des Schulgebäudes 4 am St. Bernhard-Gymnasium.
Somit legte er den Grundstein auch für unser jetziges Museum,
das dann Dank der Schule und der Stadt Willich um das Gebäude „KampsPitter“ im Oetkerpark erweitert werden konnte.
Aber nicht nur bei den Heimatfreunden stehen dem Pater stets die Türen offen.
Auch der jetzige Schulträger, der Malteser Orden, will evtl. über die Möglichkeit der Wallfahrt nach Österreich die Verbindung nicht abreißen lassen.
Denn Pater Andreas hat durch seine christliche Haltung, durch seinen Glauben, den er uns in ungezählten Predigten näher gebracht hat,
die Menschen in seiner Umgebung bereichert, unterstützt und gestärkt.
Möge Gottes Segen ihn auch in seiner neuen Aufgabe begleiten und ihm Erfüllung und Zufriedenheit schenken.
So müssen wir ihn gehen lassen bis zum Wiedersehen.

Mit den Worten von Konrad Adenauer „Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang“ wünschen wir ihm alles erdenklich Gute!

Edith Max

Im April 2012  

Nachruf Pfarrer Hermann Lunkebein

Hermann Lunkebein wurde 1926 in Krefeld geboren. Er war Subsidiar in Krefeld und Messen in Mundart waren seine Spezialität!

Der Name „Lunkebein“ ist in Krefeld ein Begriff. „Lunkebein’s Kull“ war ein Baggersee,
den der Kiesgrubenbesitzer Wilhelm Lunkebein zu einem stadtbekannten „Strandbad“, eben der Lunkebein’s Kull, umfunktionierte.
Aber nicht von der längst verschwundenen Wasserfläche soll hier die Rede sein.
Vielmehr geht es um Wilhelms Enkel, den katholischen Pfarrer Hermann Lunkebein.

„Ich wohne in Bückeburg“, pflegte Hermann Lunkebein zu sagen.
„Wenn ich im ersten Stock des Hauses durch die Türen gehe, muss ich mich bücken, um mir nicht den Kopf zu stoßen.
Früher baute man niedriger, und vielleicht waren meine Vorgänger nicht so lang wie ich“, sprach er lächelnd.
Denn abgesehen von einer gewissen „Schrumpfung“, wie er es bezeichnete, brachte es der pensionierte Pastor auf eine Körperlänge von 1,90 Meter.

Das Haus an der Rektoratsstraße in Krefeld-Hüls war sein Altersruhesitz.
Nach zuletzt 30jähriger Tätigkeit als Hirte an Maria Waldrast im Forstwald war seine Wahl auf die frühere Vikarie gefallen.
„Aber“, so erklärte er schmunzelnd, „ich bin immer noch gesund und aktiv“.
Bei seiner „Firma“ werde man nicht entlassen, und er helfe seinem Pastor gern aus.

Wie er zum Priesterberuf kam? „Das ist schnell erzählt“, sprach er.
Nach dem Besuch des Fichtegymnasiums sei er als Soldat in russische Kriegsgefangenschaft geraten.
Da habe er sich vorgenommen: „Wenn du hier rauskommst, wirst du Priester.“
Er studierte in Bonn und München Theologie und besuchte das Aachener Priesterseminar. 1953 empfing er die Priesterweihe.
Nach Kaplansjahren in Aachen, Hüls und Düren trat er dann in Maria Waldrast die Pfarrstelle an.
Seit 1980 feierte er mit Freunden die beliebten Mundartmessen. Lesungen und Evangelien wurden in Platt übertragen.
Er schrieb auch zwei Kreuzwege in Platt.
Dem mit acht Stationen setzte er voran: „Die Minsche, die mer kenne uut et Evangelium, spreäke möt Jeses en os Mottersproek.
Send die suo angersch wie wir?“

(Teile der Info entnommen aus den Niederrhein-Blättern, Artikel von Dietrich Hennes)

Nun ist er seinen altersbedingten Krankheiten im Dezember 2011 erlegen und wir mussten ihn zu Grabe tragen.

Auch für uns, die Heimatfreunde Schiefbahn, ist er ein großer Verlust,
konnte er im vergangenen Jahr krankheitsbedingt das erste Mal seit vielen, vielen Jahren nicht in die Klosterkirche kommen,
so müssen wir auf ihn nun endgültig bei der in der Stadt Willich so beliebten Mundartmesse zu Beginn unseres traditionellen Heimat-Maifestes verzichten.

Wir werden ihn sehr vermissen, aber wir werden uns stets gern an ihn erinnern.

Edith Max

Offenes Museum und Termine in 2012:


04. - 20. Mai 2012                  Willicher Seniorenwochen „Jung und Alt – Willich bewegt (sich)“ – Angebot HV siehe 10. und 16. 05.

10. Mai 2012                          11.oo Uhr Führung durch Schiefbahn (im Rahmen der SeniorenWochen). Anschließend Imbiss im Heimatmuseum

13. Mai 2012                          Fest der Werbegemeinschaft Schiefbahn
                                                Präsentation des HV und Bastelangebot

16. Mai 2012                          11.oo Uhr Führung durch Anrath (im Rahmen der SeniorenWochen)
Treffpunkt Hauptportal Anrather Kirche
Anschl. Umtrunk bei Schmitz Mönk

03. Juni 2012                        12:30 Uhr Radtour zum Schloß Rheydt mit Führung Ausstellung „3Zi/Kü/Bad“ 14 Uhr (Ausst. Vom 12.2.-15.6.)
unterwegs Einkehr bei Bolten-Brauerei oder zum Griechen .                          

10. Juni 2012*

17. Juni 2012                           Schützenfest in Schiefbahn

08. Juli 2012*

11. Juli 2012                           „Fahrt ins Blaue“ mit der aktiven Dienstagsgruppe (Organisation Mara/Edith)

03. August 2012                      17.oo h Grillfest für Aktive und ehrenamtlich Tätige des HV

12. August fällt aus! Sommerferien vom 09. 7. – 21. 08. 2012

09. September 2012*

05. Oktober 2012                   Kartoffelfest auf dem Berderhof

14. Oktober 2012                   Kappestag (Herbstferien vom 08. – 20. 10.)

03. November 2012                St. Matthias-Bruderschaft Schiefbahn anläßl. 250j. Jubiläum  (Organisation: SMB-BM Monika Goertz)

11. November 2012                Plattdeutsche Vorträge (Organisation: Ernst Kuhlen)

30. November 2012                Weihnachtsfeier

09. Dezember 2012                 Ausstellung „Kaffeekannen“  ( Organisation: Marlene Mainka/Annemarie Callens)


*es sind in Vorbereitung:

„Fotografieren leicht gemacht“

Uhren (Odenbach hat 125j. Jub.)

Korsettmacherin


Stand: Februar 2012

Unser Museum ist an jedem 2. Sonntag von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Die Nordrhein- Westfalen Stiftung hat unser Projekt Neubau einer Außenremise mit € 10.000 gefördert.
Der Landschaftsverband Rheinland fördert die Renovierung der vorhandenen Remisen mit € 28.000.
Wenn Ihr mehr über die NRW-Stiftung wissen möchten, dann geht bitte auf diese Internet-Seite.					
http://www.nrw-stiftung.de/

Sie können auch Mitglied im Heimatverein werden. Wenn sie das möchten,
rufen sie uns einfach an, schicken uns eine E-Mail,
oder klicken Sie hier und Sie können sich ein Aufnahmeformular ausdrucken.
Vieleicht möchten sie einen Gutschein verschenken, dann klicken Sie auf Gutschein.